Transistorzündung / Elektronische Zündung |
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| Systemerklärung | ||
Zündsysteme mit rotierender Hochspannungsverteilung (TZ-I, TZ-H, EZ )
Diese Zündsysteme besitzen einen
Zündverteiler. Die Transistorzündanlagen (TSZ, TZ) benutzen zur
Zündwinkelverstellung mechanische Einrichtungen (Fliehgewichte und Unterdruckdose).
Die elektronische Zündanlage (EZ) bestimmt die Zündwinkelverstellung
elektronisch. Statt Kennlinien können Kennfelder zur Bestimmung des Zündwinkels benutzt
werden. Elektronische Zündanlagen werden daher auch Kennfeldzündung genannt.
Elektronische Zündung
Bei den TSZ-Anlagen wird der
Zündimpuls durch einen Induktivgeber (TSZ-I) oder Hallgeber (TSZ-H) im Verteiler
ausgelöst. Der Schließwinkel wird durch das Zündschaltgerät gesteuert.
Bei den TZ-Anlagen wird im Unterschied zu den TSZ-Anlagen der
Schließwinkel durch das Zündschaltgerät geregelt.
Transistorzündung
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Transistorzündung
Bei der TZ-I sitzt im Zündverteiler statt dem Hallgeber ein Induktivgeber. Dieser hat nur zwei statt drei Anschlüsse. Das Zündschaltgerät der TZ-H hat im Gegensatz zur TZ-I eine Impulsformerstufe. Die Schaltgeräte sind daher nicht untereinander austauschbar. Transistorzündanlagen sind meist mit einer Startanhebung ausgerüstet und verfügen über eine Ruhestromabschaltung. |
| Bei eingeschalteter Zündung kann der Primärstrom über Klemme 15 (Zündspule) - Klemme 1 über das Schaltgerät fließen. Damit eine Überhitzung der Zündspule vermieden wird, schaltet die Ruhestromabschaltung im Zündschaltgerät bei nicht laufendem Motor den Primärstrom nach ein bis zwei Sekunden ab. |
Systembesonderheiten
"TZ-H"
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| Hall-Effekt: Zwischen dem Nord- und Südpol entsteht ein Magnetfeld. Dieses ist zwischen den Leitstücken (2) vorhanden. Durch den Halbleiter fließt der Versorgungsstrom IV. Die Elektronen in dem Halbleiter werden durch das Magnetfeld senkrecht zur Stromrichtung abgelenkt. Dadurch entsteht die Hall-Spannung UH quer zur Stromrichtung von IV. Im Verteiler ist der Halbleiter im Hall-IC (3) untergebracht, der die Geberspannung UG (modifizierte Hall-Spannung UH) an das Zündschaltgerät übermittelt. |
Ist die Rotorblende (1) im Luftspalt (4),
so ist das Magnetfeld unterbrochen und die Geberspannung UG daher beinahe Null. |
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| Spannungsversorgung Zündschaltgerät | Zündung ein. Zwischen den Klemmen 15 (am Schaltgerät) und Masse: UBatt |
| Spannungsversorgung
Hallgeber |
Klemmen
(Steckerseite): in der Regel die äußeren Kabel am Verteiler. Voraussetzung: Zündung ein; Stecker abgezogen Wert: Zwischen den Klemmen 8h(+) und 31d(-) vom Zündschaltgerät: mind. 5V |
| Geberspannung | Klemmen:
7h(0) und 31d(-) Voraussetzung: Zündung ein und Rotor nicht im Spalt; Stecker aufgesteckt UG=ca. 2V Voraussetzung: Zündung ein und Rotor im Spalt; Stecker aufgesteckt UG=ca. 0V Achtung - Anlagen mit Ruhestromabschaltung: Nach dem Einschalten der Zündung ist die Geberspannung nur für 1 bis 2 Sekunden vorhanden! |
| Ruhestromabschaltung (wenn vorhanden) |
Klemmen:
1und 15 / Zündspule Voraussetzung: Zündung ein Spannung: Für 1 bis 2 Sekunden ca. 2V, danach 0V. Fällt die Spannung nicht auf 0V ab, Zündschaltgerät tauschen und Zündspule auf Überhitzungsschäden prüfen (Windungsschluß) |
Systembesonderheiten
"TZ-I"
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Bei der
Transistorzündung mit Induktionsgeber TZ-I induziert ein rotierendes
Impulsgeberrad (1) beim Vorbeilaufen an der
Induktionswicklung (2) eine Spannung UG, die über die Windungsanschlüsse an das
Zündschaltgerät weitergeleitet wird. Die Zündauslösung erfolgt zur Zeit des
schlagartigen Nulldurchgangs (vom Positiven ins Negative) des Spannungsverlaufs. Die
Elektronik im Zündschaltgerät erkennt den Nulldurchgang und unterbricht daraufhin den
Primärstrom. Prüfung:
Beim Starten des Motors muß eine an den Windungsanschlüssen des Verteilers
angeschlossene Leuchtdiode (LED) blinken. Blinkt die LED nicht, ist der Induktionsgeber zu
tauschen. Widerstandsmessung: Der Widerstand der Induktionsspule beträgt ca. 130 Ohm bis 1,2kOhm. Typische Werte der Induktionsspule: |
Variante mit im
Motorsteuergerät integriertem Zündschaltgerät:
| 1 | Drehzahlsensor | 7 | Spannungsversorgung |
| 2 | Schalteingänge (Zündung ein) | 8 | A/D-Wandler |
| 3 | Digitale Schnittstelle (CAN-Bus) | 9 | Mikroprozessor (Rechner) |
| 4 | Saugrohrdruck / Klopfsensor | 10 | Zündungsendtufe(n) |
| 5 | Motortemperatursensor | 11 | Zündspule |
| 6 | Ansauglufttemperatursensor |
Elektronische Zündanlagen gibt es in zwei Varianten: Entweder ist das Zündschaltgerät im Motorsteuergerät integriert oder es existiert ein eigenständiges Zündschaltgerät. Zündschaltgerät und Steuergerät (in denen die Zündkennfelder abgespeichert sind) können auch getrennt voneinander untergebracht sein (OPEL, VW).
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Anlage mit
eigenständigem Zündschaltgerät (Bsp.: Renault, Einfachste Form der EZ)
Der Zündzeitpunkt wird in Abhängigkeit von
Drehzahl und Motorlast bestimmt. Im Zündschaltgerät sind hierfür Kennfelder
abgespeichert, aus denen die Zündwinkel entnommen werden. Über einen dritten Anschluß wird oft zusätzlich die Kühlmitteltemperatur oder bei älteren Modellen die Choke-Position erfasst. |
Stand: 07. Dezember 2011