Evaluationsbereiche Bremen

Die Entwicklungs- und Evaluationsbereiche innerhalb des Modellversuchs SEDIKO haben die gemeinsamen und von allen Projektbeteiligten aufgestellten Modellversuchsziele sowie die darauf basierenden länderspezifischen Schwerpunkte als Grundlage. Entsprechend den Zielsetzungen stehen modellschulübergreifend folgende Entwicklungsbereiche im Mittelpunkt der Evaluation:

Die länderspezifischen Entwicklungs- und Evaluationsbereiche berücksichtigen hierzu an den einzelnen Modellversuchsschulen Schwerpunkte, die sich am vorgesehenen Ablauf der Erprobungsphasen im Modellversuch orientieren. Sie werden nachfolgend im Überblick dargestellt. Hierbei werden entsprechend den unterschiedlichen Evaluationsbereichen jeweils die Ziele sowie der vorgesehene Einsatz der Methoden und Instrumente angegeben. Damit soll die Durchführung und Ergebnisdarstellung der Evaluation in den drei Erprobungsphasen unterstützt und im Verbundprojekt transparent werden.

Anmerkungen:

AFS Arbeitsfeldstudien
AL Analysen der Handlungsprodukte, Ordnungsmittel, Unterrichtsmaterialien, Protokolle usw.
UP Unterrichtshospitationen
FB Fragebogen S/L/B
GLF Gesprächsleitfaden

 

Entwicklungs- und Evaluationsschwerpunkte in Bremen

Anforderungsprofile für lernfeldübergreifende Projekte

Ziel: Entwicklung von Anforderungsprofilen lernfeldübergreifenden Projekten, die von einer Lerngruppe selbstständig bearbeitet werden.

Methode: Aufstellung eines mehrdimensionalen Fragenkataloges hinsichtlich fachlicher, wirtschaftlicher, arbeitsmethodischer sowie arbeitsbezogener und beruflicher Anforderungen.

Instrumente: Arbeitsfeldstudie, Analyse der Ordnungsmittel und der Handlungsprodukte, Unterrichtshospitationen

AFS AL UP FB GLF
Wie werden die Projektaufgaben gefunden und ausgewählt?
Woran orientieren sich die Projekte?
Wodurch werden die Schwerpunkte eines Projektes festgemacht?
Wodurch unterscheiden sich die Schulprojekte durch betriebliche Aufgabenstellungen?
Wodurch kennzeichnen sich lernfeldübergreifende Projekte hinsichtlich Struktur, Inhalt und Anspruch?
Welche Anforderungen werden an lernfeldübergreifenden Projekten gestellt?
Projekte über die gesamte Ausbildung oder einführende Grundlagenvermittlung?
Welchen Stellenwert hat der Kundenauftrag?
Wie werden die Projekte schulorganisatorisch umgesetzt?
Wie werden die vier IT-Berufe in ihrer spezifischen Ausrichtung berücksichtigt?
Welche Konsequenzen haben Projekte auf die Schulorganisation / Lernraum?
Existiert eine grundsätzliches Unterrichtsschemata für alle Projekte?
Werden Lernfeldinhalte ständig wiederholt (Kostenrechnung?)
Wie gestaltet sich der Umgang mit dem Lehrplan?
Wie sollte der Lehrplan revidiert werden?
Welchen Stellenwert hat die Selbstständigkeit der Schüler innerhalb der Projekte?
Welches Ausmaß nimmt die Selbstständigkeit der Schüler ein?
Wie kann man die Selbstständigkeit der Schüler fördern?
Woran orientieren sich die Anforderungen an lernfeldübergreifenden Projekten?
Abbildungen, Offenheit, Bildungsauftrag, Exemplarität, Entscheidungsgrundlage, Innovation, Lernortkooperation,
Welche Konsequenzen hat es auf die Schulorganisation, Lehrplanrevision, Unterrichtsorganisation, Lehrereinsatz, Öffnung der Schule, Freiheiten der Schüler, Rolle des Lehrers und Unterrichtsraumgestaltung?

 

Übertragbarkeit betrieblicher Projekte auf den Berufsschulunterricht

Ziel: Überprüfung der Übertragbarkeit betrieblicher Projekte auf den Lernort Schule

Methode: Aufstellung und Untersuchung relevanter Betriebsprojekte hinsichtlich der schulischen Umsetzungsmöglichkeit, Einordnung in die Zielhorizont schulischer Aufgaben

Instrument: Arbeitsfeldstudien, Fragebögen, Analyse von betrieblichen Dokumentationen und Präsentationen zu konkreten Handlungsabläufen der Produkterstellung

AFS AL UP FB GLF

 

Eignung von Lernmaterialien und Informationsquellen für den Projektunterricht

Ziel: Eignung von Lernmaterialien und Informationsquellen für selbstorganisierte Schülerarbeit.

Methode: Beobachtung der Handlungsprozesse nach aufgestellten Kriterien (Lerntypen, Anschaulichkeit, Bedienerfreundlichkeit, interaktiv, Abstraktionsgrad, Verfügbarkeit usw.)

Instrumente: Unterrichtshospitationen, Fragebogen, Gesprächsleitfaden, Analyse der Lernmaterialien und Informationsquellen, Videodokumentation

AFS AL UP FB GLF
Welche Lernmaterialien und Informationsquellen eignen sich für selbstorganisierte Schülerarbeit?
Wie sichert man die Zusammenführung der Informationsverarbeitung, um allen Schülern den gleichen Wissensstand zu gewährleisten?
Welche Bedeutungen haben Internetquellen und wie wird mit ihnen verfahren?
Wie sichert man die Ergebnisse aus dem Internet?
Welchen Anteil nehmen Print-Medien, Folien, Schulbücher, Bedienungsanleitungen usw. ein?
Liegt der Schwerpunkt der Machart der Materialien an der didaktischen Aufbereitung (Darstellung) oder an der Vergleichbarkeit an realen fachsystematischen Ausrichtung der "echten" Dokumentenunterlagen, Bedienungsanleitungen usw.?
Welche Anforderungen müssen an die Informationsmaterialien gestellt werden?
Wie erfolgreich ist die selbstorganisierte Tätigkeit der Schüler?
Wie gehen Schüler mit dieser Freiarbeit um?
Für welche Lernsituationen sind diese Materialien einzugeben?

 

Anforderungen an die Lehrkräfte

Ziel: Feststellung des Fortbildungsbedarfs der Lehrkräfte zu den Anforderungen im projektorientiertem Unterricht

Methode: Darstellung der abstrakten Anforderungen an eine Lehrkraft im projektorientiertem Unterricht, Selbsteinschätzung persönlicher Fähigkeiten zu den formulierten Anforderungen und dem daraus abgeleiteten Fortbildungsbedarf.

Instrumente: Analyse entsprechender Fachliteratur, Gesprächsleitfaden

AFS AL UP FB GLF

 

Lernortkooperation

Ziel: Darstellung und Beurteilung möglicher Kooperationsformen zwischen Schulen und Betrieben

Methode: Feststellung bestehender Kooperationsmodelle und Bewertung hinsichtlich ihrer Effektivität und Realisierung

Instrumente: Fragebögen, Analyse von kooperativen Arbeitsformen und Fachliteratur

AFS AL UP FB GLF

 

Präsentationstechniken und Kommunikationskompetenzen

Ziel: Erarbeitung von geeigneten Präsentationstechniken und Dokumentationsformen, die auf der Grundlage rhetorischer Kommunikationsregeln basieren und durch multimediale Systeme unterstützt werden können.

Methode: Darstellung relevanter Präsentationstechniken und Dokumentationsformen sowie deren aufgabenorientierte Bewertung

Instrumente: Analyse entsprechender Fachliteratur, Analyse der schulischen Handlungsprodukte, Fragebogen

AFS AL UP FB GLF

 

Auswirkungen der Lernfeldorientierung auf die Schulorganisation

Ziel: Feststellung der Zusammenhänge zwischen den neuen Unterrichtsstrukturen und der Lernfeldorientierung auf die Schulorganisation und schulische Ressourcennutzung

Methode: Vergleich einer lernfeldbasierten Schulorganisation mit dem vorhandenen Ist-Zustand

Instrumente: Gesprächsleitfaden, Fragebogen, Schulbesichtigung

AFS AL UP FB GLF

 

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