Mediendidaktik

Mediendidaktische Untersuchungen

mulimediale Lernsysteme:

Bei PC-Programmen kann zwischen fünf Kategorien der qualifizierenden Anwenderunterstützung unterschieden werden, wobei auch Kombinationen möglich sind:

Lexikalische Hilfssysteme, die mit Texten Funktionen oder Eigenschaften des entsprechenden Programms erläutern.

Supportprogramme, die Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Benutzern z.B. via E-Mail herstellen.

Interaktive Hilfssysteme (Assistenzsysteme), die Informationen anbieten und in die aktuelle Aufgabe unterstützend eingreifen. Diese Aufgabe wird in Einzelschritte zerlegt, kommentiert und mit Benutzereingaben angeboten.

Simulationsprogramme bilden das reale Verhalten von Programmen nach, ohne seine Funktionen real auszuführen.

CBT-Programme sind interaktive Lernsysteme, deren Lernsequenzen getrennt von der Arbeit mit dem jeweiligem Programm ausgeführt werden.

CBT-Programme (Computer Based Training)

Tuturiell-sequentielle CBT-Programme:
Diese CBT-Programme zeichnen sich durch eine bestimmte Strukturvorgabe der Lerninhalte aus. Über Menüoptionen können die Kapitel sequentiell abgearbeitet werden. Diese Programme führen den Lernenden eng an einer vorgegebenen Reihenfolge der einzelnen Lernkapitel. Grundsätzlich ist dieses CBT-Programm nicht handlungsorientiert und ohne jegliche Interaktion mit dem Lernenden. Die handlungstheoretisch orientierte Lernpsychologie bewertet derartige Programme wie folgt: "Bei strikter Führung durch ein Programm fehlen Möglichkeiten zum aktiv erkundenden Umgang mit dem System und zum Lernen aus eigenen Fehlern. das vergibt Lernmotivation, beeinträchtigt einsichtiges Verstehen von Zusammenhängen und das Entstehen von tätigkeitsleitenden mentalen Modellen sowie von übertragbaren Erkenntnissen und Arbeitsverfahren." (Hacker, Skell 1993)

Hypertext-Programme:
Hypertext-Programme kennzeichnen sich durch den freien Zugriff und Verknüpfung auf Informationsinhalte. Der Lernende steuert selbst seine individuelle Herangehensweise an eine Informationsbasis. Dabei muss der Lernende ständig seinen Informationsbedarf und seinen Lernfortschritt selbst beurteilen. Es birgt somit auch die Gefahr, dass ein systematisches Erlernen beruflichen Wissens schwierig wird. Der Lernende muss daher entweder die Systematik bereits kennen oder sie sich aus den einzelnen Kapiteln selbst erarbeiten. Die Lernenden müssen daher eine große Selbstständigkeit und Lerndisziplin  mitbringen, um sich die Informationen mittels Hypertext-Programme erschließen zu können.

Arbeitsplatzgesteuerte Programme:
Arbeitsplatzgesteuerte Programme bzw. Systeme bedeuten CBT-Geräte, die direkt mit dem Arbeitsplatz verbunden sind. Es erfolgt somit kein Wechsel zwischen Lern- und Arbeitsmedien und die Transferleistung entfällt. Der Arbeitsprozess steuert quasi das Lernsystem, in dem gerade benötigte Informationen geliefert werden können oder der Arbeitsprozess für eine Lernsequenz angehalten wird. Die Lern- und Hilfssysteme der EDV-Programme liefern ein noch nicht vollkommenes Beispiel für ein derartige Anwendung.

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