Beispiele der IT-Abschlussprüfung (Fachqualifikationen)

Fachinformatiker/-in Fachrichtung Systemintegration, Winter 1999/2000 (FIS)
IT-Systemelektroniker/-in, Sommer 1999 (SE)
Informatikkaufmann/-frau, Sommer 1999 (IK)

IT-Systemelektroniker/-in, Sommer 2000 (SE)

Beispiel für eine Ganzheitliche Aufgabe I für den Fachinformatiker/ -in Systemintegration

Ausgangssituation:

Sie sind Mitarbeiter/-in in dem 1990 gegründeten Systemhaus H & S GmbH.
Ihr Unternehmen ist in folgenden Geschäftsfeldern tätig:
- Vertrieb und Installation von Hard-/Software- und Netzwerk-Komponenten,
- IT-Beratungsdienstleistungen,
- Erstellung von branchenspezifischer Software durch eigene Programmierkapazitäten,
- Kundenspezifische Programmierarbeiten für Fremdsoftware-Produkte.

Der Direktvertrieb erfolgt regional. Bundesweit werden die Leistungen über Fachhandelspartner angeboten.
Die Vermarktung der Leistungen erfolgt bisher u. a. über Anzeigen in der Fachpresse, Produktbroschüren und Referenzempfehlungen.
Die Auftragsabwicklung geschieht durch schriftliche Auftragserteilung des Kunden und manuelle Auftragseingabe in die hauseigene Auftragsverwaltung.

In Ihrem Unternehmen besteht z. Z. ein sternförmig strukturiertes Ethernet-Netzwerk (Protokoll TCP/IP), in dem 30 Arbeitsplatzcomputer auf einen kombinierten File- und Print-Server, einen Mail-Server sowie auf einen eigenen Applikationsserver für Auftrags- und Produktverwaltung mit daran angeschlossenen Datenbankserver zugreifen können. Die insgesamt vorhandenen Systeme sind für die heutigen Anforderungen ausreichend ausgelegt, können aber keine weiteren Funktionalitäten übernehmen. Zusätzlich befindet sich im Hause eine Telefon-Anlage mit 60 digitalen Nebenstellen, von denen z. Z. 46 zugeteilt sind. Nach außen ist die Anlage mit 6 ISDN-Basisanschlüssen ausgerüstet.

Die Geschäftsführerin der H & S GmbH hat auf einer Messe internetbasierende Lösungen zur Abwicklung von Geschäftsprozessen in Unternehmen kennen gelernt. Sie beauftragt Sie, für die GmbH einen entsprechenden Lösungsansatz zu konzipieren. 

Folgende Punkte müssen mindestens erfüllt werden:
- Unternehmensdarstellung,
- Stellenangebote,
- Aktuelle Produkt- und Preisinformationen für die unterschiedlichen Zielgruppen (Interessenten, Kunden, Lieferer, Fachhandelspartner und eigene Mitarbeiter),
- Auftragsannahme,
- Statusabfrage von Aufträgen durch Kunden,
- Online-Support,
- Software-Download.

Zielsetzung: Erweiterung der Geschäftstätigkeiten unter Einbeziehung des Internets.

Daraus ergeben sich folgende Handlungsschritte:

1. Handlungsschritt:

Erstellen Sie einen Projektplan zur Realisierung dieses Vorhabens; gehen Sie dabei auf die einzelnen Projektphasen ein und erläutern Sie kurz die Arbeitsabläufe innerhalb dieser Phasen für das konkrete Projekt.

2. Handlungsschritt:

Nachdem Sie sich im ersten Handlungsschritt Gedanken über den prinzipiellen Ablauf des Projekts gemacht haben, erhalten Sie den Auftrag, das Pflichtenheft zu erstellen.
Nennen Sie für dieses Projekt wesentliche Inhalte des Pflichtenheftes und erläutern Sie diese in kurzer Form.

3. Handlungsschritt:

Um möglichst schnell im Internet präsent zu sein, entschließt sich die Geschäftsführerin, einen befristeten Auftritt über einen externen Provider zu realisieren. Sie erhalten die Aufgabe, die nachstehenden Anzeigen zu prüfen.
Bewerten Sie die sieben Anzeigen unter technischen und ökonomischen Gesichtspunkten, treffen Sie eine Entscheidung und begründen Sie Ihre Auswahl.

4. Handlungsschritt:

Durch Mitarbeiter der H & S GmbH wurde mittlerweile die Anbindung des Firmennetzes an einen Internet-Provider realisiert. Hierbei wurde der im Unternehmen aufgebaute Web-Server mit dem Internet und das interne E-Mail-System mit dem Internet-Mail-System verbunden.
Entwerfen Sie das Benutzungs- und Schulungskonzept dieser Internet-Lösung für die H & S GmbH. Berücksichtigen Sie hierbei u. a. die unterschiedlichen Benutzergruppen und die Aufgaben im Rahmen der Systembetreuung.

5. Handlungsschritt:

Die Geschäftsführerin stellt die Forderung auf, dass Mitarbeiter im Außendienst auf Interne Daten im Intranet der H & S GmbH erhalten sollen.
a) Beschreiben Sie Vor- und Nachteile zweier IT-technischer Lösungen für den Datenzugriff und treffen Sie eine Entscheidung. Begründen Sie Ihre Wahl.
b) Zeichen Sie auf Seite 10 den schematischen Aufbau, aus dem die Funktionsbeziehungen der Komponenten hervorgehen, und benennen Sie die Komponenten eindeutig.

6. Handlungsschritt:

a) Nennen Sie eine Komponente, die Sie einsetzen, um missbräuchliche Zugriffe aus dem Internet zu verhindern.
b) Beschreiben Sie kurz die Funktionalität der von Ihnen gewählten Komponente.

(Quelle: ZPA - Köln 1999)

 

Beispiel für eine Ganzheitliche Aufgabe I für den IT-Systemelektroniker/ -in

Ausgangssituation:

Der Kunde Rechtsanwalt Dr. Richter plant eine Erweiterung seiner Büroräume um einen zusätzlichen PC-Arbeitsplatz, an dem die folgenden Büroaufgaben erledigt werden sollen:

Büroanwendungen
- Abwickeln der Geschäftskorrespondenz,
- Erstellen von Rechnungen,
- Anlegen einer Kundendatei,
- Erstellen von Geschäftsgrafiken.
Anbindung an das Internet
Scannen und Drucken von Dokumenten.

Der Einzelplatz-PC muss entsprechend dem untenstehenden Blockschaltbild 1 in das bereits vorhandene IT-System (Telekommunikationsanlage) integriert werden.
Mit Hilfe eines Arbeitsplans muss eine nach vorwiegend technischen, z.T. wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvolle Erweiterung geplant und durchgeführt werden.
Die folgenden Handlungsschritte beziehen sich auf dieses Projekt:

1. Handlungsschritt:

Zunächst ist ein Arbeitsplan als Grundlage für das weitere Vorgehen zu entwickeln.
Ergänzen Sie die folgenden Arbeitsschritte um fünf und bringen Sie diese Arbeitsschritte in eine sinnvolle Reihenfolge.

2. Handlungsschritt:

Sie vereinbaren mit dem Kunden einen Besprechungstermin vor Ort.
Beschreiben Sie fünf Sachverhalte, die Sie dabei klären müssen.

3. Handlungsschritt:

Die elektrotechnischen Anschlussmöglichkeiten in Büro gemäß untenstehendem Schaltplan müssen begutachtet werden.
Die Anschlussmöglichkeiten am örtlich vorhandenen Steckdosenstromkreis sind nicht ausreichend. Eine Mehrfachsteckdose muss zusätzlich installiert werden.
Entwickeln Sie eine nach DIN VDE 0100 und TAB zulässige Lösung und begründen Sie diese durch eine Berechnung.

4. Handlungsschritt:

Erläutern Sie, wie bei der fachgerechten Installation einer Mehrfachsteckdose unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0100 schrittweise vorzugehen ist.

5. Handlungsschritt:

Es liegt ein TN-C-S-Netz vor.
Erläutern Sie diese Bezeichnung.

6. Handlungsschritt:

Das geplante PC-System muss aus Einzelkomponenten aufgebaut und konfiguriert werden.
a) Nennen Sie zehn wesentliche Einzelkomponenten, die Sie bereitstellen müssen, und tragen Sie diese in die untenstehende Tabelle ein.
b) Geben Sie für jede der in a) genannten Einzelkomponenten ein dem technischen Standard entsprechendes Konfigurationsbeispiel an.

7. Handlungsschritt:

Nennen Sie fünf notwendige Softwarekomponenten und geben Sie deren systematische Reihenfolge bei der Erst-Installation an.
Begründen Sie stichwortartig Ihre Entscheidung.

8. Handlungsschritt:

Welchen der beiden Adapter (Modem / ISDN-Karte) setzen Sie für die DFÜ (Datenfernübertragung) ein?
Bewerten Sie dazu im nachstehenden Schema die angegebenen Merkmale jeweils mit "+" und "-".

9. Handlungsschritt:

Das PC-System muss an die vorhandene Telekommunikationsanlage angeschlossen werden.
Erläutern Sie in sachlogischer Reihenfolge drei erforderliche Arbeitsschritte.

10. Handlungsschritt:

Der Einzelplatzrechner wird beim Kunden in die vorhandene Büroeinrichtung integriert.
Nennen Sie Sie
a) fünf ergonomische Aspekte,
b) einen sicherheitsrelevanten Aspekt,
die beim Aufstellen der Geräte zu beachten sind.

11. Handlungsschritt:

Die PC-Anlage muss an den Kunden übergeben werden.
Stellen Sie einen 7-Punkte-Plan auf, wie Se bei der Übergabe an den Kunden vorgehen.

(Quelle: ZPA - Köln 1999)

 

Beispiel für eine Ganzheitliche Aufgabe I für den Informatikkaufmann/ -frau

Ausgangssituation:

Die Krüger-PC ist eine mittelständische Unternehmung der IT-Branche mit 50 Mitarbeitern. Im letzten
Geschäftsjahr hat sich die Ertragslage der Krüger-PC verschlechtert, was insbesondere auf eine unzureichende
Kundenbetreuung zurückzuführen ist .
Die Geschäftsleitung hat daher beschlossen, die Arbeitsablaufe im Team “Kundenbetreuung” zu reorganisieren.
Das Team besteht aus 6 Mitarbeitern, der Teamleiterin und einer Sekretärin.
.
Basierend auf einem stark arbeitsteiligen Prinzip waren die 6 Mitarbeiter des Teams
jeweils für eine der folgenden Funktionen zuständig:
- Kundenkontakte
- Anfragenbearbeitung
- Projektierung
- Angebotserstellung
- Vertragsverhandlungen
- Auftragserteilung

Die bisherige Arbeitsplatzausstattung der Mitarbeiter besteht jeweils aus einem 488DX2-Einzelplatzrechner
mit 86 MHz, 8 MB Arbeitsspeicher, 540 MB Festplatte, 14"-Monitor und Windows 95.

Zustand nach der Reorganisation
Nach intensiven Schulungsmaßnahmen ist jetzt jeder Mitarbeiter für bestimmte Kundenkreise zuständig und
übernimmt dabei jede der o. g. Funktionen, d. h. der vollständige Prozess der Dienstleistung für den Kunden liegt in der Verantwortung des jeweiligen Mitarbeiters.
Um die Zusammenarbeit im Team und die Effizienz der Arbeitsprozesse zu verbessern, ist die Einführung eines
neuen IT-Systems mit Vernetzung der einzelnen Arbeitsplätze geplant. Die Nutzung von Videokonferenzen soll
mit diesem Netz möglich sein.
Sie sind Mitarbeiter/-in der zentralen Arbeitsgruppe “InformationsverarbeItung” und werden von der Leiterin des
Teams “Kundenbetreuung” für die weitere Beratung und Bearbeitung hinzugezogen. Sie teilt Ihnen mit, dass sie
bereits drei Angebote für ein neues IT-System eingeholt habe. Es liegen Ihnen nun vor:
- Angebot der HAL OHG
- Angebot der Thomasson OHG
- Angebot der Ronald Huhn KG

1. Handlungsschritt:

Nennen Sie vier in diesen Angeboten nicht enthaltene Informationen, die Sie für eine Entscheidung noch benötigen.

2. Handlungsschritt:

Sie sollen nun die Entscheidung für ein Angebot vorbereiten und dazu ein geeignetes Instrument einsetzen. Berücksichtigen Sie dabei
a) technische
b) kaufmännische
c) terminliche
d) Serviceorientierte Gesichtspunkte.
Treffen Sie anschließend Ihre Entscheidung für eines der Angebote und begründen Sie diese.

3. Handlungsschritt:

Nennen Sie jeweils drei ergonomische Gesichtspunkte, die grundsätzlich bei der
a) Auswahl eines Monitors 
b) späteren Installation des Monitors am Arbeitsplatz beachtet werden müssen.

4. Handlungsschritt:

Die Ronald Kuhn KG hat einen Leasing-Vertrag angeboten. Erläutern Sie die 
a) rechtlichen 
b) buchhalterischen Unterschiede zwischen Kaufvertrag und Leasingvertrag.

5. Handlungsschritt:

Im Angebot der HAL OHG findet sich die Formulierung: “Eigentumsvorbehalt gemäß § 455 BOB”. Welche der folgenden Aussagen zu diesem Eigentumsvorbehalt sind richtig?

6. Handlungsschritt:

Für das neue IT-System werden auch Papier und Patronen für die Drucker sowie Reinigungssets für
Bildschirme und Tastaturen gekauft.
Listenpreis insgesamt (netto): 464 EUR
Sofortrabatt: 10 %
Umsatzsteuersatz: 16 %
Da die Rechnung Innerhalb einer Woche durch Banküberweisung beglichen wird, werden 2 % Skonto abgezogen.
Bilden Sie die erforderlichen Buchungssätze für diesen Geschäftsfall; Wählen Sie zwischen dem Netto- und
Bruttoverfahren.

7. Handlungsschritt:

Die Geschäftsleitung der Krüger-PC ernennt Sie zum Mitglied einer Controlling-Arbeitsgruppe, die betriebliche Kennziffern ermittelt und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchführt.
Erläutern Sie drei Kennziffern des Controlling.

8. Handlungsschritt:

Aufgrund einer Einzeluntersuchung wurden für die Kostenstelle “PC Montage” bei einer Beschäftigung von 10 000 PCs folgende Kosten ermittelt:
Fixe Kosten 6.000.000,00 EUR
Variable Kosten 4.000.000,00 EUR
Ermitteln Sie in EUR die gesamten Plankosten der Kostenstelle “PC Montage” bei einer angenommenen
Planbeschäftigung von 12 000 PCs; tragen Sie den ermittelten Betrag in die Kästchen ein.

9. Handlungsschritt:

Zusätzlich zu Ihren bisherigen Aufgaben sollen Sie in der Krüger-PC die Funktion des Datenschutzbeauftragten ausüben. Welche der untenstehenden Aussagen treffen
a) auf den Datenschutz
b) auf die Datensicherung.
weder auf den Datenschutz noch auf die Datensicherung zu? Tragen Sie die Ziffer vor der jeweils zutreffenden Antwort In das Kästchen ein.

10. Handlungsschritt:

Während der Mittagspause aller Mitarbeiter des Teams der Krüger-PC übernimmt der Praktikant Michael Maier den Telefondienst. Dabei gibt er einem ihm unbekannten Anrufer Auskunft über ein in Bearbeitung befindliches Angebot. Deshalb geht dieser Auftrag für die Krüger-PC verloren. Analysieren Sie die hier aufgetretenen Fehler und erläutern Sie ein Konzept, mit dem diese Fehler in Zukunft vermieden werden können.

11. Handlungsschritt:

Die PC-Anlage muss an den Kunden übergeben werden.
Stellen Sie einen 7-Punkte-Plan auf, wie Se bei der Übergabe an den Kunden vorgehen.

(Quelle: ZPA - Köln 1999)

 

Beispiel für eine Ganzheitliche Aufgabe I für den IT-Systemelektroniker/ -in

Ausgangssituation:

Das Dienstleistungsunternehmen IT-Systemprofi GmbH, in dem Sie tätig sind, hat sich auf den Aufbau und den Support von IT-Systemen spezialisiert.
Die Logistik OHG, ein langjähriger Kunde Ihres Unternehmens, hat expandiert und eine neue industrielle Lagerhalle gebaut, in der ein Büro für den Bereich Materialwirtschaft integriert werden soll. Zur Organisation und Verwaltung des Bereichs muss ein zusätzlicher PC-Arbeitsplatz mit Internet-Zugang eingerichtet werden.
Sie erhalten als Teamleiter den Auftrag, den Aufbau und die Installation eines PC-Komplettsystems inklusive der notwendigen Elektroinstallation zu planen und in Betrieb zu nehmen.

1. Handlungsschritt:

Bei einem Kundengespräch vor Ort stellen Sie fest, dass die Elektroinstallation erweitert werden muss.
Als Planungsgrundlage dienen die vor Ort ermittelten Rahmenbedingungen und die Schaltungsunterlagen entsprechend Bild 1 und Bild 2.

- Die nächste Unterverteilung (V4) befindet sich am Ende der Halle (Bild 1)
- Zur Leitungsverlängerung sind im Deckenbereich und an den Wänden der Halle Kabelrinnen bzw. Kabeltrassen vorhanden.
- Die Hallentemperatur wird auch im Sommer 40°C nicht übersteigen
- Der Leistungsbedarf der zu installierenden PC-Komponenten (PC, Monitor, Drucker, usw.) beträgt 1495 W.
- Weitere Betriebsmittel erfordern einen Nennstrom von 2,5A
- Die Installation der Steckdosen erfolgt auf Putz

Die Installation der Energieversorgungsleitung und die Dimensionierung der Überstrom-Schutzeinrichtung muss gemäß DIN VDE 0100 und TAB geplant und durchgeführt werden. Planen Sie unter Zuhilfenahme der technischen Unterlagen Ihre Vorgehensweise. Bringen Sie dazu die folgenden Teilschritte
a) bis i) durch Eintragen der Ziffern [1] bis [9] in die richtige Reihenfolge:

2. Handlungsschritt:

Ermitteln Sie mit Hilfe der im 1. Handlungsschritt bestimmten Teilschritte der nach DIN VDE 0100 und TAB notwendigen Leitungsquerschnitt der zu verlegenden Leitung sowie den notwendigen Nennstrom der Überstrom-Schutzeinrichtung. Verwenden Sie dazu die technischen Unterlagen, sämtliche Formen und Tabellen aus der Anlage (im Belegsatz abgedruckt).

3. Handlungsschritt:

Nachdem die Elektroinstallation ausgeführt und das PC-System entsprechend dem Kundenwunsch installiert und konfiguriert wurde, muss die Installation des Internetzugangs geplant werden.
In Zusammenarbeit mit IT-Systembetreuer Gistik wurden die folgenden Pflichten festgelegt:

- eMail-Verkehr mit Geschäftskunden und anderen Abteilungen
- Internet-Recherche und Warenbestellung
- Regelmäßiger Austausch größerer Datenmengen mit Geschäftskunden und angeschlossenen Filialen
- Zusätzlicher Betrieb von Faxgerät Gr. 3 und analogem Telefon

Obwohl die Besichtigung vor Ort ergeben hat, dass an dem vorhandenen PC-Arbeitsplatz bereits ein herkömmlicher analoger Telefonanschluss vorhanden ist, werden Sie der Logistik OHG empfehlen, einen ISDN-Mehrgeräteanschluss (Euro ISDN: DSS1) einzurichten.

Entwerfen Sie als Vorbereitung auf das Beratungsgespräch eine Zusammenstellung, in der
a) wesentliche technische Vorzüge
b) wichtige Leistungsmerkmale
eines ISDN-Mehrgeräteanschlusses deutlich werden.

4. Handlungsschritt:

IT-Systembetreuer Gistik hat sich für die Einrichtung eines ISDN-Mehrgeräteanschlusses entschieden.

Nachdem Sie den Anschluss für die Logistik OHG beantragt haben,
- wird der Mehrgeräteanschluss termingerecht durch den Netzbetreiber bereitgestellt
- werden standardmäßig drei Mehrfachrufnummern (6000 bis 6002) zugeteilt
- wird das Netzabschlussgerät NTBA zur Selbstmontage geliefert

Entwickeln Sie einen Funktionsplan (Prinzipdarstellung) für den Anschluss der Endgeräte am NTBA (PC, Faxgerät Gr. 3 und analoges Telefon) und weisen Sie die Mehrfachrufnummern sinnvoll zu).

5. Handlungsschritt:

Die Logistik OHG wünscht die Installation mehrerer ISDN-Dosen (IAE), damit zusätzliche ISDN-Geräte angeschlossen werden können. Sie planen die Installation eines passiven S0-Busses (Bild 3).

Skizzieren Sie für die Darstellung in Bild 3 ein Installations-Anschlussschema und fügen Sie die entsprechenden Bezeichnungen für die Schnittstellen und die Klemmen ein. Sie verwenden zur Installation des S0-Busses ein Installationskabel vom Typ I-Y(St)Y ... Lg.

6. Handlungsschritt:

Der ISDN-Anschluss wurde entsprechend dem Wunsch der Logistik OHG installiert und konfiguriert. Bei der Inbetriebnahme stellt sich heraus, dass bei Ausfall der 230V Versorgungsspannung kein funktionsfähiges Telefon zur Verfügung steht. Die Logistik OHG beauftragt Sie, die Konfiguration kostengünstig zu erweitern. Sie empfehlen der Logistik OHG, an den S0-Bus ein zusätzliches ISDN-Telefon entsprechend Bild 3 anzuschließen.

a) Erläutern Sie, was bei der Auswahl und Inbetriebnahme des ISDN-Telefons beachten müssen
b) Nennen Sie den entscheidenden Nachteil dieser Lösung

7. Handlungsschritt:

Bei der Inbetriebnahme stellt IT-Systembetreuer Gistik fest, dass ein über die TK-Anlage angeschlossenes analoges Telefon nicht einwandfrei funktioniert; er teilt Ihnen folgende Fehler mit:

- Interngespräche sind über die Nebenstelle möglich
- Ankommende Gespräche werden signalisiert
- Bei Externgesprächen ist kein Wählton vorhanden

a) Nennen Sie eine mögliche Ursache für die o. a. Fehler
b) Beschreiben Sie Lösungsansätze

8. Handlungsschritt:

Die Logistik OHG wünscht nähere Informationen über die Garantieleistungen für das installierte PC-System.
Bestimmen Sie aus den unten stehenden Merkmalen diejenigen (2 Stück), die aus dem nachstehenden Leistungsschild
(Bild 4) hinsichtlich der Garantieleistung für das PC-System abgeleitet werden können.

Angaben zu Merkmalen

[ 1 ] Garantieansprüche auf eingebaute Ersatzteile
[ 2 ] Ersatzgerät für die Zeit der Reparatur
[ 3 ] Fehlerbehebung vor Ort beim Kunden
[ 4 ] Zum Lieferer bringen; dort Austausch des PCs
[ 5 ] Zum Lieferer bringen; dort Fehlerbehebung

(Quelle: ZPA - Köln 1999)

 

 

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