Unterlagen - Bremen

Die Unterlagen aus Bremen sind auf deren Server unter folgendem Link hinterlegt:
http://www.szut.uni-bremen.de/modellversuche/sediko/projekte/index.htm

 

 

Rahmenbedingungen und Zielsetzungen zur Unterrichtsgestaltung in den IT-Klassen am Schulzentrum des Sekundarbereichs II Utbremen

Da sich die allgemeinen Rahmenbedingungen zur Ausbildung in den Modellversuchsklassen noch nicht grundlegend verändert haben, kann hier auf den SEDIKO-Zwischenbericht1 1999, S. 55 verwiesen werden.

Rahmenplanung zum Unterricht im 2. Ausbildungsjahr in den IT-Klassen.

Für den Unterricht im Ausbildungsjahr ergibt sich für die / den IT-Systemkauffrau / -kaufmann aus dem Lehrplan des Landes Bremen folgender Rahmen:

Fach 

Lernfeld 

Std.

Jahresstd.

Geschäftsprozesse  8 Markt- und Kundenbeziehungen
11 Rechnungswesen und Controlling
40
40
80
IT-Systeme 7 Vernetzte IT-Systeme
9 Öffentliche Netze und Dienste
60
40
100
Entwicklung und Betreuung von IT Anwendungssystemen 5 Fachliches Englisch
6 Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
20
80
100

Tabelle 1: Zuordnung von Fächern, Lernfeldern und Stundenanteilen im Land Bremen für den IT-Systemkaufmann im 2. Ausbildungsjahr

Als sinnvolle Schwerpunkte für einen fach- und lerngebietsübergreifenden Themenkomplex wurden die Bereiche

ausgewählt.

Da in dieser MV-Klasse die projektspezifischen methodischen Inhalte wie z. B. Projektplanungs- und Projektstrukturierungselemente, die generell im ersten Projekt im ersten Ausbildungsjahr erarbeitet werden müssen, noch nicht explizit thematisiert wurden, muss auch dieser Bereich hier mit einbezogen werden.

Als Zeitrichtwert für das im Bereich Kernqualifikationen anzusiedelnde Projekt wurde ein Richtwert von ca. 40 Stunden festgelegt.

Inhaltliche Mindestanforderungen wurden wie folgt definiert:

Inhalte

Lernfeld

  • Vergleich Analoger / digitaler Anschluss

Gegenüberstellung der Leistungs- und Sicherheitsmerkmale (zur Entscheidungsfindung)

Stichworte: 

  • Datenraten
  • Abhörsicherheit
  • Verfügbarkeit 
[LF 9a 1.0, 2.AJ, S. 29]
  • Netzstruktur und Vermittlung

Stichworte: 

  • Bus
  • Stern
  • Raum-Zeitstufen
[LF 9a 2.2]
  • Dienstmerkmale vom ISDN - Netz

Stichworte: 

  • Datenrate
  • Kanäle
  • Peripherie
[LF 9a 2.4]
  • Übertragungstechniken

Stichworte:

  • Leitungseigenschaften
  • Signalumsetzung
  • PCM
  • ATM 
[LF 7 1.2]
  • Markt- und Kundenbeziehungen

Stichworte:

  • Mittel der Marktbeobachtung und Marktforschung situationsbezogen betrachten und bewerten
  • Interne und externe Informationsquellen kennen und exemplarisch anwenden
  • Instrumente der Marktforschung kennen
  • Produkt-, Kunden-, Konkurrenzanalyse nach Kriterien durchführen
  • Ein Marketingkonzept erstellen
[LF 8 1., 2.]

Tabelle 2: Inhaltliche Mindestanforderungen für das Projekt "TkNet"

Übergeordnete Zielsetzungen zur Ausbildung in den IT-Klassen unter besonderer Berücksichtigung der länderspezifischen Modellversuchsziele

Aus den Bremer Intentionen zum Modellversuch, ein System von Projekten zu entwickeln, entfaltete sich die Vorstellung korrelierend zum Lehrplan des Landes Bremen, Projekte zu schaffen, deren fachlicher und methodischer Schwierigkeitsgrad systematisch steigt. Während im ersten Projekt am Ende des ersten Ausbildungsjahres neben den fachlichen Inhalten noch die Methode des Projektmanagements im Vordergrund steht, soll bei diesem zweiten Projekt das Ziel der methodischen Anforderungssteigerung durch ein Lernfeld- und fachübergreifendes Projekt erreicht und somit ein ganzheitlicher Zusammenhang geschaffen werden.
Dies stellt eine hohe Anforderung an die Lernorganisation. Die beteiligten Kollegen müssen ihr Konzept gemeinsam entwickeln und regelmäßig genau abstimmen. Begünstigt wird die Verzahnung der beteiligten Bereiche, indem ein Teil der Unterrichtsstunden mit doppelter Besetzung durchgeführt werden kann. Eine Mindestanforderung hingegen ist das Zusammenlegen der ent-sprechenden Fachstunden in einen zusammenhängenden Block.
Die klassische Rolle des Lehrers wird bei einer solchen Unterrichtssituation in Frage gestellt. Er ist hier nur noch in Teilbereichen, wie bei einer fachlichen Vorbereitung, der direkte Wissensvermittler. Im Projekt dagegen verschiebt sich die Definition der Lehrerrolle in Richtung 'Moderator und Berater'. Er unterstützt die Schüler durch Tipps oder steuernde Hinweise.
Um ein möglichst praxisbezogenes Projektszenario zu erhalten bietet sich eine geschäftsprozessorientierte Lernsequenz an, wobei der daraus resultierende Rahmen die technischen Inhalte provozieren muss. Der Zielgedanke des Projekts liegt in der Verknüpfung von strukturierten Grundlagenkenntnissen mit geschäftsprozessorientierten Fachkenntnissen.