Projektleitung
StD Norbert Kapelle, Landesseminar Berufsbildende Schulen am IPTS
Schreberweg 5, 24119 Kronshagen
Tel.: 0431-5403-260, Fax: 0431-5403 264
e-mail  sediko@ipts.de
Projektbeteiligte
Thomas Bak, Hanse-Schule
Fischstr. 8-10, 23552 Lübeck
Tel.: 0451-12288 87, Fax: 0451-12288 92
e-mail  ThomasBak@t-online.de

Hans-Ulrich Buchholz, Gewerbeschule I Lübeck
Dankwartsgrube 14-22, 23552 Lübeck
Tel.: 0451-12289 50, Fax: 0451-12289 60
e-mail  ?

Karsten Fette, Gewerbeschule I Lübeck
Dankwartsgrube 14-22, 23552 Lübeck
Tel.: 0451-12289 50, Fax: 0451-12289 60
e-mail  ?

SEDIKO
Teilziele
(Schleswig-Holstein)

Die mit den IT-Berufen neu geforderten Handlungs- und Gestaltungskompetenzen finden ihren curricularen Niederschlag auch in den neu gestalteten KMK-Rahmenlehrplänen. So weist die didaktisch-methodische Makrostruktur dieser Pläne statt Lehrgängen oder Lerneinheiten Lernfelder als neue didaktische und thematische Einheiten aus. Für die Gestaltung der schulischen Lernprozesse und damit die Vermittlung der anspruchsvollen Kompetenzen wurden damit die Ausgangsgrundlagen und –voraussetzungen verbessert. Inhaltliche und didaktisch-methodische Fragen stellen sich jedoch hinsichtlich der unterrichtlichen Umsetzung der Lernfelder. Sie sind zum einen bezogen auf die vorgegebenen Inhalte und Strukturen der Lernfelder, in denen die Erkenntnisse einer handlungs- und lernaufgabenorientierten oder auch arbeits- und dienstleistungsorientierten Lernprozeßgestaltung bisher noch unzureichend zum Ausdruck kommen und allenfalls im Ansatz berücksichtigt sind. Zum anderen sind die Umsetzungsfragen noch weitgehend offen, da bisher kaum Erfahrungen und Erkenntnisse zu einem auf der Grundlage von Lernfeldern gestalteten Berufsschulunterricht vorliegen. Neue und lernfeldbasierte Lernkonzepte sind daher unter Berücksichtigung der in den IT-Berufen angestrebten Handlungs- und Gestaltungskompetenzen zu entwickeln und zu erproben. Lernfelder sind quasi im Sinne eines Lernarrangement zu gestalten, um so z.B. auch ganzheitliches und ebenso selbständiges und selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen und zu fördern.

Bei der Entwicklung beruflicher Handlungsfähigkeit und Gestaltungskompetenz wie insbesondere Sprachkompetenz sind auf der Grundlage einer neuen Lernfeldgestaltung besonders die teils sehr heterogenen Eingangsvoraussetzungen und auch die unterschiedlichen Berufsziele zu beachten. Das heißt, durch die Ausbildungsvertragsabschlüsse der Ausbildungsbetriebe werden Jugendliche einerseits mit verschiedenen Bildungsabschlüssen die Fachklassen der Berufsschule besuchen. Mit der unterrichtlichen Umsetzung der Lernfelder sind daher zugleich differenzierte Fördermaßnahmen didaktisch-methodisch vorzusehen, um Leistungsschwächen wie –stärken entsprechend im Unterricht zu berücksichtigen. Andererseits sind hinsichtlich der unterschiedlichen Berufsziele Differenzierungsmaßnahmen didaktisch-methodisch auszuarbeiten, da z.B. zwar vielfältige technisch-wirtschaftliche Inhalte integrativ zu berücksichtigen und zu vermitteln sind, diese jedoch auch im Sinne einer Schüler- und Berufsorientierung spezifisch auszudifferenzieren sind. Kommen die äußerst unterschiedlichen Betriebsstrukturen hinzu, so erfordern die Förderungs- und Differenzierungsmaßnahmen zudem insgesamt eine hohe Abstimmung zwischen den Lernorten Berufsschule und Betrieb, wobei sich der Umfang und die Intensität der Lernortkooperationen je auf die Inhalte wie auf das Konzept der Lernfelder zu beziehen hat.

Arbeits-
schwerpunkte
(Schleswig-Holstein)

Fragestellungen

  • Wie sind Lernfelder für die IT-Berufe curricular zu gestalten und inhaltlich zu strukturieren, um eine handlungs- und lernaufgabenorientierte und auch arbeits- und dienstleistungsorientierte Lernprozessgestaltung im Berufsschulunterricht zu fördern und zu unterstützen?
  • Welche lernfeldbasierten didaktisch-methodischen Lernkonzepte sind geeignet, die Kernqualifikationen im gemeinsamen Unterricht der fünf Ausbildungsberufe im Sinne übergreifender beruflicher Handlungsfähigkeit und Gestaltungskompetenz besonders in der ersten Phase der Berufsausbildung effizient zu vermitteln?
  • Mit welchen Lernformen sind die informations- und telekommunikationstechnischen Inhalte der Lernfelder in ihrer Dynamik integrativ umzusetzen, um umfassende und zukunftsorientierte Service- und Dienstleistungskompetenzen zu entwickeln und zugleich ganzheitliches und ebenso selbständiges und selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen und zu fördern?
  • Welche spezifischen Fördermaßnahmen sind bei der unterrichtlichen Umsetzung der Lernfelder didaktisch-methodisch vorzusehen, um angesichts der in den fünf IT-Berufen teils sehr heterogenen Eingangsvoraussetzungen Leistungsschwächen wie –stärken entsprechend im Unterricht zu berücksichtigen?
  • Durch welche Konzepte ist die Sprachkompetenz und insbesondere Englisch als Fachsprache als integraler Bestandteil aller Lernfelder optimal zu fördern?
  • Wie können die unterschiedlichen Berufsziele und Betriebsstrukturen im Rahmen der teils berufsübergreifenden und gemeinsamen Ausbildung im Berufsschulunterricht durch gezielte und in die Lernfelder integrierte Differenzierungsmaßnahmen schülerorientiert berücksichtigt werden?
  • Welche kurz- und langfristigen Folgerungen ergeben sich für den Bereich der Lehrerbildung in der zweiten und dritten Phase, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der neuen Lernfeldgestaltung und der Förderung berufsübergreifender Handlungs- und Gestaltungskompetenzen?
Modellversuchs-
klassen

SE: IT-Systemelektroniker/-in, FIS: Fachinformatiker/-in Systemintegration, FIA: Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung, SK: Systemkaufmann / Systemkauffrau, IK: Informatikkaufmann / Informatikkauffrau

  • IT-Klassen Ausbildungsbeginn 1997 und 1998 (Übersicht)

  • IT-Klasse (Ausbildungsbeginn 1998): FIS/FIA

 

IT-Klassen Ausbildungsbeginn 1997 und 1998

Berufliche Zusammensetzung der Klassen: fast ausschließlich homogen

SE: IT-Systemelektroniker/-in, FIS: Fachinformatiker/-in Systemintegration, FIA: Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung, 
SK: Systemkaufmann / Systemkauffrau, IK: Informatikkaufmann / Informatikkauffrau

IT-
Klasse

Auszubildende

Vorbildung

Ausbildungsbetrieb

Anzahl davon
weiblich
Haupt-
schul-
abschluß
Mittlerer
Schul-
abschluß
Fachhoch-
u. Hoch-
schulreife
sonstige Klein-
betrieb
Mittel-
betrieb
Groß-
betrieb
Verwal-
tung
xy 97 - - - - - - - - - -
xy - - - - - - - - - -
- - - - - - - - - - -
Summe - - - - - - - - - -

Modellversuchsklassen

FIS_FIA
98

29 - - 13 16 - 26 3 - -
- - - - - - - - - - -
Summe 29 - - 13 16 - 26 3 - -
 

FIS FIA
99

- - - - - - - - - -
- - - - - - - - - - -
Summe - - - - - - - - - -
            
            
Gesamt 29 - - 13 16 - 26 3 - -
                     
Anteil in % 100% -% -% 44,8% 55,2% -% 89,7% 10,3% -% -%