Modellversuchsinformation Nr. 1 / Juni 1999

BLK-Programm
Neue Lernkonzepte in der
dualen Berufsausbildung

SEDIKO

Lernfeld- und Lernraumgestaltung zur Förderung der Service- und Dienstleistungskompetenz in den neuen IT-Berufen

  Modellversuchsinformation Nr.1/Juni 1999
  • Zielsetzung

Der Modellversuch SEDIKO will durch die Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte der Lernfeld- und Lernraumgestaltung in der schulischen IT-Ausbildung zu einer effizienteren Gestaltung der beruflichen Lernprozesse beitragen. Hierzu sollen im einzelnen Lernfelder und Lernräume so gestaltet und ausgestattet werden, dass Service- und Dienstleistungskompetenzen, die sich an den beruflichen Arbeits- und übergreifenden Geschäftsprozessen orientieren, optimal und prospektiv gefördert werden. Ausgangspunkt sind die Berufsbilder und Arbeitsinhalte der neuen IT-Berufe, für die unter curricularen, didaktisch-methodischen sowie mediendidaktischen Aspekten neue schulische Lernkonzepte erforderlich sind. Den neuen und breiten Kompetenzanforderungen soll in den Berufsschulen auf der Grundlage der Rahmenlehrpläne durch eine neue Gestaltung von Lernfeldern und Lernräumen entsprochen werden.

Der Modellversuch SEDIKO will

  • arbeitsprozessorientierte Curricula gestalten, die geeignet sind, berufliche Handlungsfähigkeit und Service- und Dienstleistungskompetenzen zu fördern;
  • Lernfeld- und damit Lernkonzepte entwickeln, die insbesondere eine integrative Vermittlung von kaufmännisch-wirtschaftlichen und technischen Inhalten optimal unterstützen;
  • berufsspezifische und arbeitsprozessbezogene Service- und Dienstleistungskompetenzen fördern und sie in den Mittelpunkt der Lernkonzepte stellen;
  • kaufmännische und technische Kenntnissen und Fähigkeiten vermitteln und fördern, die im Ansatz auf eine selbständige unternehmerische Tätigkeit im Erwerbsleben zielen und zugleich einen Beitrag zur Regionalentwicklung leisten soll;
  • neue Formen des selbständigen und selbstorganisierten Lernens, unterrichtliche Differenzierungsmaßnahmen, den Einsatz multimedialer Lernsysteme und die notwendige Kommunikationskompetenz in den neuen Lernkonzepten berücksichtigen;
  • die Aufgaben- und Rollenveränderungen im Lehrerberuf untersuchen, die mit gezielten Fortbildungs- und Fördermaßnahmen für eine zukunftsbezogene Qualifizierung des Lehrpersonals verbunden sind;
  • zu den Interdependenzen der Kompetenzvermittlung und den Prüfungsverfahren Erkenntnisse gewinnen;
  • Maßnahmen für eine verbesserte duale Abstimmung der neuen Unterrichts- und Ausbildungskonzepte sowie der Prüfungen in der Ausbildung der neuen IT-Berufe einleiten.
  • Lösungsansatz

Angesichts der angestrebten Innovationen in der schulischen Berufsbildung sowie der Vielfalt und der Komplexität der zu untersuchenden Fragestellungen sollen diese in einem länderübergreifenden Verbundprojekt an verschiedenen Berufsschulen und Schulstandorten zum Gegenstand des Vorhabens werden. Im Verbundprojekt, welches die Ausbildung in den IT-Berufen in Bremen, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen berücksichtigt, wird daher insgesamt ein Lösungsansatz verfolgt, der die Bearbeitung der Vielfalt der Fragen und Ziele des Vorhabens im Sinne einer komplementären Aufgabenteilung vorsieht. Hierzu werden

  • einzelne und aufeinander abgestimmte länderspezifische Beiträge zu einer effizienteren Gestaltung der beruflichen Lernprozesse beitragen und die curricularen sowie didaktisch-methodische Innovationsfähigkeit der beruflichen Schulen sichern;
  • die unterschiedlichen Bedingungen der gegenwärtigen Unterrichtspraxis berücksichtigt und die vorhandenen Voraussetzungen und Kompetenzen der einzelnen Projektpartner aufgaben- und zielorientiert ergänzt;
  • die zu verbessernde Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen und Betrieben transparent und übertragbar gemacht.

Im Verbundprojekt wird daher

  • von einer engen Zusammenarbeit und einem permanenten Austausch der Entwicklungs- und Erprobungsergebnisse ausgegangen, die selbst Projektgegenstand sind;
  • die integrierte Wissenschaftliche Begleitung die Modellversuchspartner inhaltlich und organisatorisch wie auch durch gemeinsame Maßnahmen der Lehrerfortbildung unterstützen.
  • Arbeitsschwerpunkte an der Modellver- suchsschule in Thüringen

Auf der Grundlage neuer lernfeldbasierter Lernkonzepte sind Lernumgebungen und Lernräume zu schaffen, die an Konzepte des "Lernbüros" angelehnt sind. Es sind neue Lernraumkonzepte zu entwickeln, die auch die in den IT-Berufen enthaltene Offenheit berücksichtigen und den Einsatz multimedialer Lernsysteme im Rahmen der Lernkonzepte und zur Unterstützung der Lernprozesse ermöglichen:

  • Gestaltung und Ausstattung der Lernräume, die arbeitsorientierte Lernprozesse unterstützen;
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen der didaktisch-methodischen Lernfeldumsetzung und der Ausgestaltung der Lernumgebungen;
  • Anforderungen und Einsatz von multimedialen Lernsystemen;
  • Untersuchung der neuen Formen der schulischen Kompetenzvermittlung mit den Konzepten und neuen Prüfungsverfahren;
  • Gestaltung arbeitsorientierter Curricula, die für die Service- und Dienstleistungskompetenzen bestimmend sind;
  • Differenzierung der gemeinsamen Kernqualifikationen und der berufsspezifischen Fachqualifikationen der vier IT-Berufe;
  • Konsequenzen für die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer, so dass beruflich-fachliche, didaktisch-methodische und mediendidaktische Kompetenzen integrativ weiterentwickelt und durch Teamarbeit gefördert werden können.


Andreas-Gordon-Schule
in Erfurt

  • Arbeitsschwerpunkte an den  Modellver- suchsschulen in  Schleswig-Holstein

Neue und lernfeldbasierte Lernkonzepte sind unter Berücksichtigung der in den IT-Berufen angestrebten Handlungs- und Gestaltungskompetenzen im Hinblick auf die unterrichtliche Umsetzung zu entwickeln und zu erproben:

  • Curriculare Gestaltung und inhaltliche Strukturierung der IT-Lernfelder;
  • Entwicklung von lernfeldbasierten didaktisch-methodischen Lernkonzepten, die im Bereich der Kernqualifikationen im gemeinsamen Unterricht für alle vier Ausbildungsberufe gültig sind;
  • Entwicklung von Lernformen, die die Lernfeldinhalte integrativ umsetzen und ganzheitliches und ebenso selbständiges und selbstorganisiertes Lernen unterstützen;
  • Einsatz von Fördermaßnahmen hinsichtlich der teils sehr heterogenen Eingangsvoraussetzungen und auch unterschiedlichen Berufsziele;
  • Entwicklung beruflicher Handlungsfähigkeit und Gestaltungskompetenz wie insbesondere Sprachkompetenz;
  • Berücksichtigung der unterschiedlichen Berufsziele und Betriebsstrukturen durch integrierte Differenzierungsmaßnahmen;
  • Folgerungen für die Lehrerbildung hinsichtlich Lernfeldgestaltung und berufsübergreifender Handlungs- und Gestaltungskompetenzen.


Meinert-Johannsen-Schule
in Elmshorn


Ludwig-Erhard-Schule
in Kiel

Gewerbeschule I
in Lübeck

  • Arbeitsschwerpunkte an den Modellver- suchsschulen in Hessen

Die neuen IT-Berufe stehen durch die Geschäftsprozessorientierung quer zu den klassischen Berufsfeldern und somit auch quer zur bisherigen Fächertrennung in der Berufsschule bzw. Lehrgangsorientierung in den Betrieben. Eine entscheidende Herausforderung ist es, den im Geschäftsprozess enthaltenen Integrationsgedanken curricular, didaktisch-methodisch und organisatorisch folgendermaßen umzusetzen:

  • Didaktisch-methodische Integration der Geschäftsprozesse in die Lehr- und Lernprozesse;
  • Entwicklung von curricularen, didaktisch-methodischen und organisatorischen Maßnahmen zur Förderung der Selbständigkeit der Schüler;
  • Entwicklung von Sozial- und Methodenformen, die die dienstleistungsorientierten Arbeits-, Kommunikations- und Kooperationsformen bei den Schülern unterstützen;
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Betrieben;
  • Entwicklung von Kooperationsmodellen zwischen kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufsschulen;
  • Gewinnung von Lehrerinnen und Lehrern für berufliche und berufspädagogische Veränderungen und Innovationen.

Bethmannschule
in Frankfurt/Main


Friedrich-Ebert-Schule
in Wiesbaden

Schulze-Delitzsch-Schule
in Wiesbaden

  • Arbeitsschwerpunkte an der Modellver- suchsschule in Bremen

In Bremen sollen in dem Modellversuch für die neuen IT-Berufe verschiedene Formen der Projektarbeit entwickelt, erprobt und auf ihre Lerneffizienz hin untersucht werden. Das Hauptziel besteht darin, ein System von Projekten zu entwickeln, das sich über die gesamte Ausbildung erstreckt und die vorgegebenen Ziele des Rahmenlehrplans abdeckt:

  • Beschreibung und Beurteilung der neuen Arbeits- und Lernmethoden;
  • Lernmaterialien und Informationsquellen für sich selbst organisierende Lerngruppen;
  • Bereitstellung neuer, flexiblerer Lernorganisationsformen;
  • Entwicklung von Anforderungsprofilen für schulische Lernfeldprojekte;
  • Auswirkungen der Lernfeldorientierung auf die Unterrichtsstrukturen;
  • Übertragungsmöglichkeiten betrieblicher Projekte auf den Lernort Schule;
  • Kundenorientierung als integraler und durchgängiger Bestandteil der Ausbildung

Schulzentrum des
Sekundarbereichs II Utbremen

  • Modellversuchsdaten

Lernfeld- und Lernraumgestaltung zur Förderung der Service- und
Dienstleistungskompetenz in den neuen IT-Berufen (SEDIKO)

  Internet:
Förderkennzeichen:
Laufzeit:
http://www.biat.uni-flensburg.de/sediko BLK 60 / 98 / FZK K 0896 (HB)
01.10.1998 bis 30.09.2001
  Modellversuchsleitung:
StD Norbert Kapelle (Federführung)
Landesseminar für Berufsbildende Schulen am IPTS
Ellen Rehbehn, Geschäftsstelle SEDIKO
Schreberweg 5, 24119 Kronshagen
Tel.: 0431 / 5403 - 260
Fax: 0431 / 5403 - 264
e-mail: sediko@ipts.de

Modellversuchsschulen:
Meinert-Johannsen-Schule, Elmshorn
Tel.: 04121 / 4728 – 0, Fax: 04121 / 4728 - 45
e-mail: uli.krause@t-online.de
http://www.pi.shuttle.de/pi/bs-elmshorn/

Ludwig-Erhard-Schule, Kiel
Tel.: 0431 / 16984 – 400, Fax: 0431 / 16984 - 444
e-mail: axel.boehm@t-online.de
http://www.les.cls.net

Gewerbeschule I, Lübeck
Tel.: 0451 / 12289 – 50, Fax: 0451 / 12289 - 60
e-mail: ThomasBak@t-online.de

  OStD Tammo Hinrichs
Schulzentrum des Sekundarbereichs II Utbremen
Meta-Sattler-Str. 33, 28217 Bremen
Tel.: 0421 / 36159 - 688
Fax: 0421 / 36159 - 696
e-mail: thin@szut.uni-bremen.de
Schulzentrum des Sekundarbereichs II Utbremen, Bremen
Tel.: 0421 / 36159 – 688, Fax: 0421 / 36159 - 696
e-mail: brandt@szut.uni-bremen.de
http://www.szut.uni-bremen.de
  StD Heinz-Paul Beek
Pädagogisches Institut Wiesbaden im Hessischen Landesinstitut für Pädagogik (HeLP)
Walter Hallstein-Straße 3
65197 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 8803 - 115
Fax: 0611 / 8803 - 350
e-mail: hbeek@pi-wi.help.hessen.de

Friedrich-Ebert-Schule, Wiesbaden
Tel.: 0611 / 315210, Fax: 0611 / 313988
e-mail: sl@fesnet.wi.he.schule.de
http://www.wi.shuttle.de/wi/fesnet/

Bethmannschule, Frankfurt/Main
Tel.: 069 / 2123 - 3021, Fax: 069 / 2123 - 0730

Schulze-Delitzsch-Schule, Wiesbaden
Tel.: 0611 / 315157, Fax: 0611 / 313991
e-mail: schulze-delitzsch-schule@t-online.de
http://home.t-online.de/home/Schulze-Delitzsch-Schule/

  Dr. Klaus Dänhardt
Andreas-Gordon-Schule Erfurt
Weidengasse 8, 99084 Erfurt
Tel.: 0361 / 55807 - 0 /- 13
Fax: 0361 / 55807 - 39
e-mail: sediko@topmail.de
Andreas-Gordon-Schule, Erfurt
Tel.: 0361 / 55807-0 /-13, Fax: 0361 / 55807-39
e-mail: sediko@topmail.de
http://www.ags.ef.th.schule.de/index.htm
 

Wissenschaftliche Begleitung:
biat – Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik, Universität Flensburg
Munketoft 3, 24937 Flensburg
Fax: 0461 / 14135 - 11
http://www.biat.uni-flensburg.de

Prof. Dr. A. Willi Petersen
Tel.: 0461 / 14135 - 20 /-10
e-mail: awpetersen@biat.uni-flensburg.de

Dipl.-Ing. (FH) Knut Behnemann
Tel.: 0461 / 14135 - 22 /-10
e-mail: behnemann@biat.uni-flensburg.de

Programmkoordinator:
Dr. Rolf Möhlenbrock
Tel.: 0421 / 3616 – 404, Fax: 0421 / 3616 - 771
e-mail: rmoehlenbrock@bildung.bremen.de

Programmträger:
ITB – Institut Technik und Bildung
Universität Bremen
Wilhelm-Herbst-Straße 7, 28359 Bremen
Tel.: 0421 / 21846 – 45, Fax: 0421 / 21846 - 37
e-mail: brunhild@uni-bremen.de
http.//www.itb.uni-bremen.de

Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (ISB)
Arabellastraße 1, 81925 München
Tel.: 089 / 9214 – 2183, Fax: 089 / 9214 – 3602
http://www.isb.bayern.de

  Gefördert durch:
- Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
- Senator für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport, Bremen
- Hessisches Kultusministerium
- Thüringer Kultusministerium
- Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein