Evaluationskonzept

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Die Evaluation im Modellversuch SEDIKO orientiert sich methodisch im Ansatz am Konzept der Handlungsforschung. Im Sinne einer formativen, interaktiven und konstruktiven Evaluation erfolgt diese somit auch prozess- bzw. modellversuchsbegleitend und nicht am Ende des Modellversuchs. Die Untersuchungen stehen dementsprechend personell und zeitlich im unmittelbaren Zusammenhang mit den curricularen Entwicklungen und den didaktisch-methodischen sowie organisatorischen Umsetzungen und Erprobungen an den Modellversuchsschulen. Die Teilnahme und Einbeziehung aller am Modellversuch Beteiligten in den Evaluationsprozess fördert dabei nicht nur eine kontinuierliche Untersuchung der Entwicklungsprozesse, sie ermöglicht auch erst die aufeinander aufbauenden Entwicklungs-, Erprobungs- und Revisionsphasen. Dies bedingt und setzt einen ständigen Austausch von Ergebnissen und Erfahrungen aller Projektbeteiligten voraus.

Insgesamt werden die Entwicklungs- und Erprobungsergebnisse sowohl im Sinne einer externen Evaluation durch verschiedene Evaluationsinstrumente wie auch durch Selbstevaluation erfasst und ausgewertet. Die externen Evaluatoren wirken hierbei überwiegend als Moderatoren und Berater, sie fassen Ergebnisse zusammen und werten diese in der Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gemeinsam aus. Die Selbstevaluation erfolgt auf der Basis der gemeinsamen Zielsetzungen und verlangt von den betroffenen Akteuren ein neues Rollenverständnis. Sie wird unterstützt durch ein abgestimmtes Evaluationsinstrumentarium, welches von den einzelnen Projektarbeitsgruppen an den beteiligten Modellversuchsschulen den regionalen Bedingungen und Zielsetzungen anzupassen ist. Mit diesem Untersuchungsansatz steht eine weitgehend eigenständige Bewertung sowie Auswertung und Revision der Entwicklungen und Erprobungen innerhalb der Projektteams im Mittelpunkt. Dem Anspruch auf eine möglichst nachhaltige Veränderung der unterrichtlichen Praxis kann so auch am ehesten entsprochen werden.

Zusammengefasst lässt sich die Vorgehensweise und der Untersuchungsansatz der Evaluation im Modellversuch SEDIKO durch folgende Merkmale kennzeichnen:

Der hiermit angestrebte Prozess der Evaluation lässt sich durch verschiedene Phasen bzw. Einzelschritte darstellen, die in ihrer allgemeinen Form auch eine methodische Orientierung für die konkrete Durchführung der Evaluation wie der Selbstevaluation geben (siehe Abb.).

Abb.: Verallgemeinerter Prozess einer Evaluation und Selbstevaluation (vgl. u.a. Buhren 1998)

Ausgehend von einem Evaluationsbereich werden für diesen zunächst die Ziele und Bewertungskriterien formuliert und festgelegt. Mit dem auf die Ziele abgestimmten Evaluationsinstrumenten werden die Daten bzw. Ergebnisse erfasst, die damit die Basis für die dann anschließende Analyse und Interpretation der Untersuchungsergebnisse bilden. Nach der Reflexion sowie der Aus- und Bewertung der Evaluationsergebnisse sind Schlussfolgerungen und mögliche Konsequenzen zu ziehen, die eine Revision der Entwicklungen bewirken und den Evaluationsprozess erneut in Gang setzen können. Ein in dieser Form systematisch gestalteter Evaluationsprozess kann und soll im Rahmen des Modellversuchs auch zur Transparenz der Ergebnisse und Erfahrungen sowie zur wechselseitigen und kontinuierlichen Information über die jeweiligen Entwicklungen und Erprobungen beitragen.